Hohenbockaer SV grün-gelb 1923 vs. SG Zechin – Unschönes Remis zum Auftakt

Verbandsliga (Männer) - 1.Spieltag

Der Anfang in die neue VBL-Saison 2021/22 ist gemacht und diese startet mit einem Remis beim Hohenbockaer SV grün-gelb 1923. Nach einem perfekten Start der SG Zechin in die Partie kam kein weiterer Duellpunkt hinzu, um das Spiel noch zu gewinnen. Damit trennten sich beide Teams mit einem 4:4 nach Mannschaftspunkten (MP) bei einem Stand von 3347:3370 Holz.

Wie angesprochen, gehörte der erste Durchgang den Gästen aus dem Oderbruch. Beide Duelle wurden gewonnen und zudem ein Holzvorsprung von 65 Kegel erspielt. Hier legten die Greens den Grundstein, um das spätere Remis zu erreichen. Denn der Holzvorteil wurde das gesamte Spiel über gehalten, so dass die zwei Extrapunkte auf das Zechiner Konto eilten. Sowohl Andy Seidemann (576) als auch Nico Grundmann (561) lieferten eine anspruchsvolle Leistung ab, um die Kontrahenten Arne Herzog (565) und Bernd Friedrich (507) zu besiegen. Während Seidemann den Zähler bei 2:2 Satzgleichheit über das Gesamtergebnis errang, setzte sich Grundmann in drei gespielten Sätzen durch. Nichtsdestotrotz fehlte die Genauigkeit im Abräumen, wie auch beim restlichen Team, um ein noch höheres Resultat zu erreichen.

Im Mitteldurchgang wollten die Greens die Vorentscheidung herbeiführen, so dass sie entsprechend offensiv mit Karsten Glatzer (542) und Karsten Trabs (549) aufstellten. Beide Akteure verfügen über das Potenzial, Ergebnisse um und über der 600er Marke zu erzielen und das vor allem auf einer nunmehr ergiebigen Anlage, wie der in Hohenbocka. Allerdings sah die Realität an diesem Tage anders aus, da beide Kegler nicht ihre beste Tagesform erwischten. Für Glatzer war die Vorstellung in den Vollen souverän, aber sobald es um das Abräumen ging, fehlten die schlagkräftigen Anschübe. Dies nutzte Steffen Wukasch (567) aus und holte sich den Duellsieg. Zeitgleich begann Trabs mit einer exzellenten 160er Eröffnungsbahn und ließ die Herzen seines Teams höher schlagen. Jedoch flachte das Niveau zügig ab und es entstand ein enger Schlagabtausch mit Routinier Giesbert Proske (551), der im letzten Satz wahnsinnige 113 Volle erspielte und somit den MP mit zwei mehr erspielten Holz einheimste.

Im letzten Durchgang hatten beide Mannschaften jeweils zwei Zähler auf ihrer Seite, wobei die Greens noch mit 38 Holz führten. Somit ging es mit gehörig Nervenkitzel ins letzte Drittel der Begegnung, in dem es zwei spektakuläre Matches auf Augenhöhe zu bestaunen gab. Beginnend mit Kapitän Robert Lehmpfuhl (560), der es mit Fabian Paßora (569) aufnahm. Letzterer ging zunächst in Führung, die aber schlagartig verschwand, da der Zechiner Kapitän eine herausragende Bahn von 165 Holz entgegensetzte, wobei er sensationelle 112 Volle traf. Der nächste Satz ging wiederum an den Gastgeber, ehe im letzten Satz eine gute Führung in den Vollen herausspielte und scheinbar die entscheidende Bahn für sich gewinnen würde. Jedoch erlaubte sich Lehmpfuhl zur Überraschung seiner Teamkollegen eine hohe Zahl von Fehlern, die Paßora nutze, um das Duell doch noch zu gewinnen. Indes agierten Marco Specht (582) und Thomas Lindow (588) auf einem ganz anderem Level. Auch hier ging der Gastgeber zunächst in Führung, ehe Specht mit sehr guten 160 Holz dagegenhielt. Der dritte Satz ging zwar mit 161:156 an Lindow, war aber dennoch sehr schön mit anzusehen. Auf der alles entscheidenden Bahn erspielte auch Specht einen deutlichen Vorsprung in den Vollen, der eigentlich den so wichtigen Punkt bedeutete. Aber Lindow zündete mit 60 Abräumern nochmal den Turbo und überflügelte den Zechiner, der nicht mehr mithalten konnte.

Folglich nahmen beide Teams einen Zähler mit nach Hause. Letztendlich ein versöhnliches Ende, aber dennoch war hier wesentlich mehr drin. Für die SG Zechin geht es nächste Woche mit dem ersten Heimspiel der Saison gegen den SV Senftenberg, der sein Spiel gegen den KV Lauchhammer mit 6:2 MP bei einem Stand von 3096:3081 Holz gewann, weiter.

Karsten Glatzer