KV Lauchhammer vs. SG Zechin – Ausrufezeichen, Bahnrekord und Auftakt nach Maß!

Verbandsliga (Männer) - 1.Spieltag

Der Anfang in der neuen Verbandsligasaison 2020/21 im Classic-Kegeln ist gemacht und das mit einem dicken Ausrufezeichen! Die SG Zechin führte es, wie letztes Jahr, zum Auftakt nach Lauchhammer. Diesmal wurden die Greens auf der neu hergerichteten Kegelbahn empfangen, die für das Auge einen fantastischen Eindruck hinterließ und für den Kegelsport einfach nur Spaß machte. Angetrieben von dieser Leidenschaft, zeigten die Oderbrucher eine historische Darbietung ihres Könnens. Man bezwang den Gastgeber auf dessen neuen Anlage mit 7:1 Mannschaftspunkten (MP) bei einem sensationellen Stand von 3458:3334 Holz. Die erzielten 3458 Kegel stellten einen neuen Mannschaftsbahnrekord in Lauchhammer, aber auch für die Greens selbst, da. Der KVL war sichtlich geschockt. Dennoch sei auch zu erwähnen, dass die Zechiner mit solch einer starken Leistung zu Beginn der Saison ihrerseits, ebenso nicht gerechnet haben. 

Bereits Kapitän Robert Lehmpfuhl gab die Marschroute im ersten Durchgang vor. Atemberaubende 593 Holz schmetterte er auf die Anlage und sorgte für erstes Stirnrunzeln beim KVL. Denn Dirk Hentschel (555) spielte eine solide Partie, konnte aber nicht mit Lehmpfuhl Schritt halten. Besonders in der zweiten Hälfte des Duells zog der Zechiner gänzlich davon und gewann mit 2,5:1,5 Satzpunkten (SP). Herausragend das Spiel in den Vollen mit 418 Kegel. Indes tat sich Zugpferd, Karsten Trabs (533), überraschend schwer mit dem ergiebigen Geläuf und beförderte viele Würfe auf die Mitte, was ihm doch viele Punkte einbüßte. Trotzdem blieb das Match mit Gerald Wobst (530) spannend und hart umkämpft, da auch dieser nicht den besten Tag erwischte. Dies nutzte Trabs so gut wie es ging aus und sicherte sich den nächsten Zähler, wenn auch zum Schluss mit etwas Glück, bei erspielten 2,5 SP. Somit gelang den Greens ein guter Start mit beiden MP und einem Plus von 41 Kegel. 

Der zweite Durchgang bot weiterhin spektakulären Kegelsport, speziell in persona von Daniel Schneider. Der für seine ruhige Kugel bekannte Schneider, sorgte diesmal für gehörig Tumult. Auf allen vier Bahnen auf hohem Niveau agierend, brachte auch er mit ausgezeichneten 594 Holz ein sehr gutes Ergebnis an die Anzeigetafel. Dessen Kontrahent, Martin Pötzsch (551), leistete sich einen dürftigen Start, der für den Rest des Duells große Folgen hatte. Dadurch besaß der Zechiner stets den Holzvorteil auf seiner Seite und schnappte sich zudem drei Sätze. Damit war der dritte MP ergattert. Währenddessen lieferte sich Marco Specht (561) mit Philip Kosmalla (570) ein enges Match. Beide Spieler verbuchten jeweils zwei SP für sich, so dass die Entscheidung das höhere Ergebnis brachte. Hier sollte am Ende der KVL-Akteur die Oberhand haben, der damit den Ehrenpunkt der Heimmannschaft erzielte. Somit stand es 3:1 nach MP bei einem Vorsprung von 75 Holz. 

Im Schlussabschnitt machten die Greens den Sack zu. Beginnend mit Thomas Buchholz (572), der es mit Matthias Pohl (571) aufnahm. In knapp geführten Sätzen, behielt Buchholz die Nase vorn und sicherte sich somit einen Zähler nach den anderen. Soll heißen, die ersten drei Bahnen gingen allesamt an den Zechiner und damit war der MP schon sicher. Im letzten Duell der Partie teilten sich Karsten Glatzer und Philipp Strehl zwar die SP, aber Glatzer war mit der Tagesbestleistung von exzellenten 605 Kegel einfach nicht zu bremsen. Ein fantastisches Räumerspiel von 220 Holz bescherten den Sieg gegen Strehl (557) und sorgten für Begeisterungsströme bei den Oderbruchern. Damit entführte man die Tabellenpunkte aus der Lausitz und blickte hoffnungsvoll auf das erste Heimspiel am kommenden Samstag, 19.09.2020, gegen die lang vermissten Sportfreunde vom BSV Grün-Weiß Friedrichshain, die ein Jahr lang Bundesligaluft schnuppern durften!

Karsten Glatzer