Deutschlandpokal der U18

Brandenburg und Sachsen-Anhalt im Finale

Am vergangenen Wochenende war Kläden (Sachsen-Anhalt) Austragungsort des diesjährigen Deutschlandpokals der Jugend U18. Insgesamt waren acht Landesverbände vertreten.

Für Brandenburg waren am Start: Alexa Radigk, Vanessa Wilde (beide SC Einheit Luckau), Helena Matzies, Sarah Lieske (beide Brieselanger SV), Fabian Jaeger, Adrian Charchulla (beide SpG Werder/Havel), Axel Völter (SpG Eberswalde) und Sebastian Hahn (1. KC Beeskow). Mannschaftsbetreuer waren Sven Kämpfe (Eberswalde) und Hendrik Charchulla (Kablow).

Bereits am Samstag konnten unsere Spieler die Erwartungen erfüllen. Zunächst waren zwei Vorrunden mit jeweils einem Mädchen-, einem Jungen-Doppel und zwei Mixed zu spielen. Über sechs Bahnen waren das pro Start 72 Wurf. Es war also nicht viel Zeit zum Probieren. In beiden Vorrunden erspielte das Team jeweils 24 Punkte und lag in Führung vor Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Der Einzug ins Finale war gesichert.

Zwischen den beiden Vorrunden wurde erstmals ein Handicaplauf ausgetragen. Die fünf Teilnehmer wurden lautstark von ihren Mitstreitern angefeuert und gleich im Anschluss gebührend geehrt. Das war schon ein sehr emotionaler Moment.

Am Sonntag kam wieder der "alte" Deutschlandpokalmodus zum Tragen. In einem Jungen-Einzel, einem Mädchen-Einzel, einem Jungen-Doppel, einem Mädchen-Doppel und einem Mixed standen sich nun Brandenburg und Sachsen-Anhalt gegenüber. Gespielt wurde auf den Bahnen 1 und 2, die es teilweise in sich hatten. Da war Sachsen-Anhalt tatsächlich schon etwas im Heimvorteil. Trotzdem lieferten sich beide Mannschaften spannende Kämpfe.

Sebastian Hahn spielte für Brandenburg an. Der Nationalspieler konnte sich allerdings nur schwer auf die Bahnen einstellen und unterlag mit 416 zu 419 Holz knapp dem Blankenburger Henrik Blaenk. Der Punkt ging also nach Sachsen-Anhalt.

Alexa Radigk spielte das Mädchen-Einzel. In ihrem ersten Jahr in der Altersklasse U18 kam sie auf beachtliche 431 Holz, nur sechs Holz weniger als Lokalmatadorin Jana-Kemper-Kohlhase. Auch der zweite Punkt ging nach Sachsen-Anhalt.

Nun lag es an unserem Jungendoppel, das Blatt zu wenden. Fabian Jaeger und Axel Völter spielten wie schon in den Vorrunden ein solides Ergebnis und holten mit 859 zu 849 Holz den ersten Punkt für Brandenburg.

Auf den beiden Mädchen-Doppeln lag nun ein besonderer Druck. Sarah Lieske und Helena Matzies lieferten sich mit dem weiblichen Doppel aus Sachsen-Anhalt einen regelrechten Schlagabtausch. Dort spielten die amtierende Deutsche Meisterin Lucy Lindner (Blankenburg) und die Klädenerin Luise Mai. Am Ende stand es 845 zu 842 für die Anhaltinerinnen, und die Halle tobte. Sachsen-Anhalt gewinnt erstmalig den Deutschlandpokals der U18.

Im abschließenden Mixed kamen Vanessa Wilde und Adrian Charchulla auf 849 Holz, vier Holz weniger als das Mixed aus Sachsen-Anhalt. Mit einem 1:4 konnte sich Brandenburg am Ende trotzdem über Silber freuen.

Das Spiel um Platz drei zwischen Schleswig-Holstein und Berlin war noch spannender. Hier entschied die letzte Kugel über die Medaille. Mit einem Holz mehr gewann  Schleswig-Holstein am Ende Bronze.

Ergebnisse

Wir gratulieren unserem Team zum Erfolg.

Im Rahmen der Siegerehrung wurde Sven Kämpfe mit der Ehrennadel des DBKV in Bronze ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

Ferner wurden folgende Brandenburger in den Beobachtungskader für die Nationalmannschaft berufen: Alisa-Jasmin Weber (KFV Havelland), Alexa Radigk, Vanessa Wilde und Lina Trogant (KFV Dahme-Spreewald), Samantha Kraft, Sebastian Hahn (KKV Oder-Spree), Fabian Jaeger, Paul Fischer und Adrian Charchulla (KFV Potsdam-Mittelmark) sowie Morten Napiralla (KFV Havelland). Auch dazu unsere Gratulation!

Die Sportfreunde vom Klädener SV haben wie schon beim U23-Cup eine super Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung geleistet und die Latte für die nächsten Ausrichter hoch gelegt! Wir haben uns rundum wohl gefühlt!

(Fotos: Rainer Malz)