KSV Schipkau vs. SG Zechin – Schmach der Vergangenheit überwunden

Verbandsliga (Männer) - 6.Spieltag

Am sechsten Spieltag der Verbandsliga 2018/19 führte es die SG Zechin zum Gastgeber KSV Schipkau, bei dem es noch eine offene Rechnung zu begleichen galt. Unvergessen blieb die 8:0 Niederlage in der Landesligasaison 2014/15, mit der die Oderbrucher endlich abschließen wollten. Angetrieben durch diese motivierende Einstellung, aber auch durch das Glück des Tüchtigen, gelang ein 7:1-Auswärtserfolg bei einem Endstand von 3030:3015 Holz.

Zum wiederholten Mal ersatzgeschwächt, ging es in den ersten Durchgang. Ersatzspieler Gerald Roehl (SG Zechin III, 458) füllte die Lücke und versuchte gegen den Tagesbesten der Gastgeber, Enrico Deßombes (532), standzuhalten. Dennoch war der Heimakteur in allen Belangen überlegen und sicherte den ersten Gesamtzähler für Schipkau. Auf der anderen Seite setzte sich Marco Specht (506) gegen Daniel Bischof (494) durch. Bereits nach drei gespielten Bahnen, verbuchte Specht drei Satzpunkte, so dass der Punktgewinn auch hier vorzeitig entschieden wurde. Punktemäßig ausgeglichen, aber mit 62 Holz zurück, ging es in den Mitteldurchgang.

Die Duelle verliefen auf Augenhöhe, aber die Zechiner waren in der Lage, das Spiel zu ihren Gunsten zu verbessern. Beide Mannschaftspunkte (MP) sowie 26 Kegel wurden herausgespielt. Äußerst knapp, ging es zwischen Andy Seidemann (498) und Maik Pfündner (496) zu. Es entschieden nur zwei Holz über den Duellsieg. Zunächst ging Seidemann in Führung, musste aber in der Folge beide Mittelbahnen abgeben. Überflüssigerweise kam dann noch eine Verletzung am Arm hinzu (Zerrung). Trotzdem kämpfte er wie ein Löwe, um den letzten Punkt, welchen Seidemann eindrucksvoll und somit auch das Match gewann. Teamkollege Karsten Glatzer (529) verlor zunächst die erste Bahn klar gegen Dirk Hoffmann (505) und hatte einen Rückstand von 18 Holz zu quittieren. Ein glücklicher Punktgewinn auf der zweiten Bahn, führte zum Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel kam dann das Aufblühen und der Zechiner übernahm die Führung. Ein schlussendliches 3:1 nach Satzpunkten bedeute den Sieg über Schipkaus Kapitän.

Mit 3:1 MP, aber immer noch mit einem Rückstand in Sachen Gesamtholz (36 Kegel), rüstete man sich für den dritten Durchgang. In den Reihen der Gäste glänzte Karsten Trabs mit 540 Holz und erwischte eine grandiose Tagesform, welche zu diesem Zeitpunkt der Partie bitter nötig war. Souverän und spielbestimmend heimste er alle vier Satzpunkte ein und ließ Oliver Ducke (495) nicht den Hauch einer Chance. Des Weiteren verschwand der Schipkauer Holzvorteil völlig, so dass die Zechiner erstmals die komplette Kontrolle über die Begegnung hatten. Wie schlug sich jetzt Kapitän Robert Lehmpfuhl? Das Duell zwischen dem Zechiner Kapitän und Schipkaus Schlussakteur, Frank Franzeck, entpuppte sich als Krimi. Sichtlich entnervt, taten sich die Kegler schwer, das Geläuf effizient zu bespielen. Obwohl Franzeck einige Hölzer liegen ließ, schlug Lehmpfuhl daraus kein Kapital und geriet mit 2:0 Satzpunkten gehörig unter Druck. Aber auf der dritten Bahn erlebte der Zechiner seine Sternstunde und gewann seinen ersten Punkt und ging mit dünnen fünf Holz in Führung. Der letzte Satz war erneut ein Kraftakt. Das angesprochene Glück sollte dem Oderbrucher treu bleiben, so dass er mit nur einem Holz den Punktgewinn besiegelte. Das Satzverhältnis war damit ausgeglichen und mit 499:493 Holz triumphierte Zechins Kapitän. Die Revanche glückte und zwei weitere Tabellenpunkte wanderten aufs Konto, so dass die SG Zechin nunmehr auf dem zweiten Platz steht.     

Karsten Glatzer