Deutsche Jugendmeisterschaften AK U14/18

Aller guten Dinge sind drei

Bei den deutschen Jugendmeisterschaften im Sportkegeln Classic kehrten die Brandenburger Vertreterinnen und Vertreter mit insgesamt sechs Medaillen so erfolgreich wie nie zuvor zurück. Dabei konnten sich Aktive aus allen drei teilnehmenden Kreisen am Medaillenregen beteiligen.

Am Freitag starteten bei den Mannschaftswettbewerben der U14 die weibliche und männliche Auswahl des KSKV Elbe-Elster, wobei Luca-Patrice Schiffner gleich zu Beginn mit 547 Kegel (persönliche Bestleistung) zeigte, was in München für Brandenburger möglich ist und zeigte gleichzeitig das beste Ergebnis seiner Mannschaft. Luca Hofmann (538 Kegel), Maximilian Senkel (528 Kegel) und Marius Andres (497 Kegel) konnten über ihre Ergebnisse nicht minder unzufrieden sein. Vor allem Maximilian zeigte erneut, dass er pünktlich zur DJM mit einer neuen persönlichen Bestleistung auf den Punkt fit ist. Doch ein Gesamtergebnis von 2110 Kegel reichte bei dieser gut besetzen DJM „nur“ zu Platz fünf, wenngleich es lediglich 23 Kegel auf Bronze und 52 Kegel auf den ersten Platz waren. Kreisjugendwart Dieter Bäckta und Ersatzspieler Florian Mohr waren allemal zufrieden mit dieser Leistung.

Die weibliche Mannschaft begann ebenfalls mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 498 Kegeln durch Thea Opitz. Der neue deutsche Rekord von der zwölfjährigen Sportkameradin Maya Rost aus Thüringen mit 613 Kegeln ließ Thea da etwas hinten anstehen. Doch gleich danach folgte eine weitere persönliche Bestleistung für Brandenburg: Hanna Golda glänzte mit 540 Kegeln. Marie-Louise Engelmann konnte ihre PB wiederum anschließend auf 534 Kegel erhöhen, bevor Emily Schmidt an den Start ging. Sie überzeugte vom ersten Wurf an und war das Zünglein an der Waage, als es an die letzten Kugeln ging. Der SV Saxonia Bernsbach war als Dritter bereits abgehängt, daher kämpfte Emily nur noch gegen die Spielerin aus Bamberg. Emily war zwei Kugeln voraus und spielte mit dem letzten Wurf eine 7. 2137 Kegel standen an der Anzeigentafel auf der Bahn für Brandenburg – neuer Deutscher Rekord. Ihre Gegenspielerin hatte noch Kegel 2 und 9 zu stehen, also ein machbares Bild, 2 Wurf und 2134 Kegel. Sie spielt den Kegel 2 relativ voll an, doch er und die kleine Kugel wollten den Hinteren nicht mehr treffen. So brauchte sie zwei Wurf und kam am Ende auf 2136 Kegel. Die Freude auf Brandenburger Seite und eine aufgelöst erleichterte Emily ging mit neuer persönlicher Bestleistung von 565 Kegeln von der Bahn. Sie überspielte hierbei die 557 Kegel von Roßleben von Lina-Marie Lehmann (Wriezen) aus dem Vorjahr. Neuer Brandenburger Rekord. Fans und Mitgereiste wie die Familie Hofmann waren außer sich vor Freude und Guido hatte schon nach dem ersten Tag keine Stimme mehr. Mit dieser Goldmedaille um den Hals war es Emelie Zurawski nicht schade darum, nicht gekegelt zu haben.

Der rote Adler ganz oben auf dem Podest.

Das Wunder von München zwei Jahre vorher sollte sich wiederholen: Gold am ersten Tag, Silber am zweiten?

Für die U18 weiblich aus Elbe-Elster war hochmotiviert, doch sah man bereits an den Ergebnissen der U14, dass für eine Medaille konstant 540 bis 550 Kegel notwendig waren. Laura Müller-Deck versuchte sich als erstes und kam auf 518 Kegel. Ann-Christin Krüger verbesserte ihre PB auf 543 Kegel und wurde am Ende Mannschaftsbeste. Roxanne Runzer war ihr mit 541 Kegeln auf den Versen, doch darum ging es nicht. Es ging ihr und ihrem Trainer Thomas Altmann um den Spaß und für die Mannschaft um ein vorderes Ergebnis. Dieses machte Schlussspielerin Jasmin Mohr mit 531 Kegeln perfekt. Mit den endgültigen 2133 Kegeln kam man auf Platz 8 der weiblichen Konkurrenz und wurde dennoch brandenburgisch entsprechend gefeiert. Ersatzspielerin Celine Menzel musste nicht eingreifen. 50 Kegel zu Platz 3 zeigten auch hier die Geschlossenheit des Starterfeldes, wenngleich der ESC Ulm mit 2222 Kegeln etwas Abstand hinter sich ließ.

Zuschauer bejubeln die Spieler/innen

Was machten parallel die Jungs? Eine Mannschaft aus Oberspreewald-Lausitz mit zwei Gastspielern aus Märkisch-Oderland war am Start und hoffte in dieser „duften Truppe“ erfolgreich zu sein. Peter Hammer begann nicht nur des Namens wegen „hammermäßig“ mit 554 Kegeln. So war der erste Haken hinter den Plan vom ehemaligen Kreisjugendwart Daniel Schneider und seiner Nachfolgerin Mareen Karl (incl. Daniel Bischof als Stellvertreter) gesetzt. Dann zog sich der potentielle Wackelkandidat der Mannschaft Adrian Greese das grüne Trikot über. Ersatzspieler Markus Muschter und Clemens Nicklisch liefen dabei Kreise. Nach fünf Kugeln legte Adrian den Schalter um und ließ es dauerhaft rascheln und im Zuschauerraum laut werden. Auf der letzten Bahn konnte er bei einem Stand von 584 Kegeln mit seinem Trainer Daniel Schneider sogar Faxen machen, war man doch schon so weit über dem angesetzten Ziel. Alles über der ersten 600 für Adrian und Brandenburg 2018 in München war Zugabe. Mit 623 Kegeln war und blieb Adrian der beste Spieler des Tages. Er überspielte an diesem Tag sowohl den so hochgelobten Einzelweltpokalsieger Lukas Funk vom ESV Aulendorf als auch den prämierten Tim Brachtel vom TSV Denkendorf. Er verbesserte den Brandenburger Rekord um 9 Kegel. Zwei Jahre zuvor hatte Rico Zingraf auch in München bei der DJM 614 gespielt. Marvin Miertzsch verbesserte seine persönliche Bestleistung auf 556 Kegel. Dass er mit diesem Ergebnis in der Einzelwertung des Tages lediglich 24. wurde, zeigte die Ergiebigkeit der Münchner Kegelbahnen und das Vermögen der Deutschen Kegler-Jugend. Der Schlussspieler Alex Karl ließ die Medaillenhoffnungen auf den ersten beiden Bahnen beinahe vergraben. Doch dann wendete sich das Blatt und er fand zu alter Stärke zurück. Über 300 Kegel auf den letzten 60 Würfen führten zu einem Endergebnis von 571 Kegeln. Dies bedeutete 11 Kegel Vorsprung auf Platz drei und nicht als knapp zu bezeichnende 36 Kegel auf den Deutschen Meister TSV Denkendorf.

Peter Hammer beim Einspielen

Alex Karl beim Einspielen

Freude über die erbrachten Leistungen

Adrian Greese (U18m, ganz rechts) spielte mit 623 Kegeln Tagesbestwert.

Der rote Adler steigt auf die zweithöchste Stufe im Deutschlandweiten Vergleich.

Wie vor zwei Jahren: Am zweiten Tag eine Silbermedaille, dieses Mal für den KFV Oberspreewald-Lausitz. Sollte da etwa noch mehr gehen, oder war der Brandenburger Medaillenhunger zu groß?

Unsere Finalhoffnungen incl. Landesjugendfachwart Classic Andreas Meyer

In der Altersklasse U18 männlich hatten Toni Lange (KV Lauchhammer, 529 Kegel) und Marvin Miertzsch (SG Frauendorf, 552 Kegel) trotz ihrer ordentlichen Ergebnisse nichts zu melden. Die Ergebnisse der Medaillenplätze waren allesamt jenseits der 1200-Kegel-Marke.

Roxanne Runzer (U18w): Die „Medaillenträgerin der Herzen“

In der Altersklasse U18 weiblich konnten sich Jasmin Mohr (ESV Lok Elsterwerda, 574 Kegel, 3. Platz der Vorrunde) und Roxanne Runzer (SV Lok Uebigau, neue persönliche Bestleistung 566 Kegel, 8. Platz) für das Finale qualifizieren. Mit neuer PB von 558 Kegeln musste Lissi Müller (SG Frauendorf) bis zum Ende zittern und freute sich mit den mitgereisten Fans und Familie am Ende über Platz 11 nach der Vorrunde. Diesen verbesserte Sie mit konstanten 553 Kegeln auf Platz 8. Nicht ganz der 4. Platz von vor 4 Jahren in Augsburg, doch in ihrer letzten Saison in der Altersklasse U18 ein großes Ausrufezeichen und ein versöhnlicher Abschied aus der Jugend. Auch Roxanne spielte mit 583 Kegeln und erneuter PB groß auf und wurde gebührend bejubelt. Sie landete in ihrem Durchgang einen Kegel hinter ihrer Konkurrentin aus Thüringen und am Ende stand nur Platz vier zu Buche. Das will natürlich keiner, doch hat sie sich wieder einmal auf nationaler Ebene vorne gezeigt und war die „Medaillenträgerin der Herzen“. Was machte Jasmin nun? Sie hatte sich für ihr letztes Spiel in dieser Altersklasse ihre erste 600 aufgehoben. Und das zog sie in bekannt eiserner Jasmin-Manier durch. Mit 607 Kegeln, neuer persönlicher Bestleistung, Brandenburger Rekord (2014 hatte Frieda Bittelmann vom 1. KSC 1959 Seelow in Zeulenroda 593 Kegel gespielt) und insgesamt 1181 Kegeln neuer Deutscher Rekord wurde Jasmin Deutsche Meisterin.

Der rote Adler stieg an diesem Tag ganz oben aufs Treppchen.

Die Altersklasse U14 weiblich in Brandenburg war in den letzten Monaten und Jahren immer vom Wettstreit zwischen Lina-Marie Lehmann (KV Gut Holz 1974 Wriezen) und Fiona Karl (KV Lauchhammer) geprägt. Durch den dritten Platz bei der LEM war Marie-Louise Engelmann (SV Zeischa) mit nach München gereist, um den beiden Konkurrentinnen ein Schnippchen zu schlagen. Machen wir es kurz: Die ersten drei Plätze nach der Vorrunde waren mit Brandenburgern besetzt. Fiona (neue PB) und Lina hatten je 556 Kegel gespielt, Marie-Louise zwei Kegel weniger (ebenso neue PB). Also kam es auf das Finale an. Fiona begann wie die Feuerwehr, wodurch Ihre Konkurrentinnen etwas beeindruckt schienen. Doch sowohl Lina als auch Marie-Louise und die Viertplatzierte aus der Vorrunde Selina Thiem aus Thüringen ließen nicht locker. Nach und nach zeichnete sich doch das Bild der Erfahrung ab. Marie-Louise Engelmann konnte mit trotzdem für sie genialen 538 Kegeln nicht ganz an die Leistung des Vortages und an die ihrer Mitspielerinnen anknüpfen und fiel auf den fünften Platz ab. Lina spielte konstante 553 Kegel und nahm am Ende überglücklich die Bronzemedaille mit nach Hause. Fiona ließ die erstarkte Selina nicht an sich vorbei ziehen und gewann am Ende doch deutlich mit neuer persönlicher Bestleistung und neuem Brandenburger Rekord von 592 Kegeln – insgesamt auch neuer Deutscher Rekord mit 1148 Kegeln den deutschen Meistertitel.

Der rote Adler stieg nun zwei Mal aufs Podest. Einmal davon ganz oben.

Die Ausgangslage in der Altersklasse U14 männlich war klar. Der Falkenberger Luca Hofmann war und ist seit Jahren fester Bestandteil der Deutschen Jugendmeisterschaften, ob im Einzel oder mit der Mannschaft. Gold mit der Mannschaft hatte er vor zwei Jahren bereits gewonnen. Im Einzel fehlte es ihm immer etwas an Durchhaltekraft und Nerven für den zweiten Tag. Der Senftenberger Erik Münchow ist nach einer durchwachsenen Saison wieder erstarkt und wollte sich zusätzliche Motivation für seinen eingeschlagenen Weg im Sportkegeln Classic holen. Erik spielte ansehnliche 515 Kegel und musste bis zum letzten Durchgang zittern, dass er noch ins Finale rückt. Die Familie stand bei jeder Kugel ganz dicht beisammen und so gelang es auch Erik mit Platz Zwölf ins Finale einzuziehen. Im Finale bestätigte er die gezeigte Leistung mit 509 Kegeln. Doch auch der gebliebene Platz 12 ist für Erik, den SV Senftenberg und den Landesverband Brandenburg ein sehr schöner Abschluss der Saison. Nun zu Luca: Nach der Generalprobe mit der Mannschaft am Freitag wirbelte er die Kegel auf der Münchner Bahn nur so durch die Gegend. Nicht nur in den Vollen, auch im Abräumen blieb Luca ganz locker und sicher. Der letzte Wurf. 594 Kegel. An Kegel 1 vorbei gespielt. Kegel 3 links getroffen. Ganz glatt eine 6. Ganz glatt eine 600. Neue persönliche Bestleistung. Neuer Brandenburger Rekord. Neuer deutscher Einzelrekord. Jubel. Gänsehaut. Im Finale musste Luca kämpfen, das war vorher schon klar. Erst auf der letzten Bahn gewann er die Sicherheit des Vortages zurück und konnte so mit 541 Kegeln und insgesamt 1141 Kegeln am Ende des Tages eine bronzene Medaille in den Händen halten.

Der Brandenburger Adler stieg noch einmal aufs Treppchen.

Alle vier Einzel-Medaillenträger/innen auf einem Bild (v.l.n.r.): Lina-Marie Lehmann, Fiona Karl, Luca Hofmann, Jasmin Mohr

Nun waren die Siegerehrungen durch die Offiziellen des Münchner Kegler Vereins, der DKBC-Jugend, des DKBC, des DKB und der Stadt München mit der Nationalhymne und einem dreifachen „Gut Holz!“ zu Ende gegangen. Was stand für uns auf dem Papier...?

Die erfolgreichsten Deutschen Jugendmeisterschaften seit langer Zeit.

16 neue persönliche Bestleistungen über 120 Wurf.

6 Brandenburger Rekorde über 120 Wurf.

4 Deutsche Rekorde.

2 Goldmedaillen.

1 Silbermedaille.

2 Bronzemedaillen.

3 Mal über 600 Kegel bei 120 Wurf.

Doch dies sind nur Zahlen. Wir wären nicht die Kegler-Jugend des Landesverbandes Brandenburg, wenn wir nicht auch Spaß haben wollten. Und dies fing eigentlich schon in der Saison an. Bei den Landesvereinsmeisterschaften haben wir uns zusammengeschworen, bei den DJM zusammen zu stehen und etwas erreichen zu wollen. Bei den Kreis- und Landeseinzelmeisterschaften, mit allen Beteiligten haben uns allen den Weg nach München geebnet und die Brandenburger Hymne „Märkische Heide“ geübt. Ländervergleiche wie mit der U18 gegen Thüringen oder in Straubing oder die U14 in Uebigau trainieren für diese Hitze- und Lärm-Schlacht in München. Danke allen Organisatoren und Verantwortlichen, Helfern und Fahrern bei diesen Veranstaltungen. Jedes einzelne Spiel auf Kreis- oder Landesebene oder in der Bundesliga zeigt den Jugendwarten, wer sich für die Mannschaften eignet und wer nicht. Die Organisation der Doping-Nummern und anderen sportlichen Angelegenheiten muss durchgeführt werden. Danke an den SKVB – vor allem Udo Sandow! Die Meldungen für die Meisterschaft müssen pünktlich eingehen – mit allen Einzelheiten. Danke Lutz Gutke für deine Unterstützung! Die Anfahrt zu den Deutschen Jugendmeisterschaften ist meist sehr lang und dennoch oft spaßig, stimmt man sich doch ein auf vier Tage Kegel-Spaß. Danke den Fahrern, lebendigen Navigationsgeräten und DJs auf dem Beifahrersitz! Die Unterkünfte müssen gebucht und bezogen werden, die technische Besprechung und die Anmeldung der Mannschaften mit all jenen Dokumenten die der DKBC braucht, die Übersicht behalten auf den 18 Bahnen an vier Tagen. Danke Andreas Meyer! Das Bahnmaterial und die Technik sowie die Musik müssen laufen. Danke München! Die Spielerinnen und Spieler müssen angefeuert werden. Danke Fans, Familien, Freunde auch an die aus anderen Landesverbänden. Die Aktiven müssen unterstützt und beruhigt werden. Danke den Trainern, Betreuern und Beisitzern! Die Kugeln müssen geschoben werden und die Kegel müssen fallen. Danke daher zu guter Letzt an unsere Spielerinnen und Spieler. Ihr seid die Zukunft unseres Kegelsportes. Macht weiter so, lasst uns weiter sonntags zeitig aufstehen, damit wir weiterhin solch schöne Spiele und solch schöne Zeiten erleben dürfen.

Familie Müller aus Frauendorf in der Gastronomie der Kegelhalle.

Daniel Schneider

 

AK U14 weibliche Kreisauswahlmannschaft Elbe Elster wird überraschend Deutsche Meister  mit neuen Deutschen Rekord von 2137 Kegel

Vom 18.05. bis 21.05.2018 fanden die diesjährigen Deutschen Jugendmeisterschaften der AK U14/18 in München statt.

Für den KSKV EE (Kreis Sport Kegler Verband Elbe Elster) hatten sich über die Landesvereinsmeisterschaften die Mannschaften der U14 männlich, weiblich als auch die  U18 weiblich als Landesmeister für diese Deutschen Meisterschaften, qualifiziert. Am Freitag 09.00 Uhr, war der Start für die je 12 weiblichen und männlichen U14 Auswahlmannschaften, angesetzt.

Spielverlauf U14 weiblich:

Für den KSKV EE startete Thea Opitz (ESV Lok Elsterwerda) die es gegen ihre Konkurrentinnen äußerst schwer hatte. In diesen Durchgang überspielten 7 Keglerinnen die 500er Grenze. Mit ihrer persönlichen Bestleistung von 498 Kegel, war es für den KSKV EE dennoch ein ordentlicher Start, denn das Ziel war am Ende unter die Top Ten zu gelangen, was mit dem vorläufigen 8. Platz auch gelang.

Im 2. Durchgang ging unsere Jüngste Hanna Golda (SV Lok Uebigau) an den Start. In der mittlerweile voll besetzten Kegelhalle musste Hanna zeigen, wie sie mit der lautstarken Zuschauerkulisse zurechtkommt. Von Bahn zu Bahn wurde sie immer stärker und ließ ihre 11 Gegnerinnen mit einer großartigen persönlichen Bestleistung von 540 Kege, am Ende hinter sich.

Zur Halbzeit lagen unsere Mädels hinter den Favoriten KV Bamberg überraschend auf den 2. Platz.

Mit Marie-Louise Engelmann (SV Zeischa) ging es dann in den 3. Durchgang. Mit anfänglicher Nervosität und gewisser Unsicherheit stabilisierte sie sich zunehmend und erspielte in ihren Durchgang mit ebenfalls persönlicher Bestleistung von 534 Kegel das zweitbeste Ergebnis. Mit dieser großartigen Leistung von Marie lagen unsere Mädels nur noch 4 Kegel hinter Bamberg und klar auf Medaillenkurs.

Jetzt war man gespannt, ob Emily Schmidt (ESV Lok Falkenberg) im finalen Durchgang den gegenwärtigen 2. Platz absichern kann. Von Anfang an war es ein Kopf an Kopf Rennen zwischen Bamberg, den KSKV EE und mittlerweile auch den gegenwärtigen 3. Platzierten SV Saxonia Bernsbach. Emily hielte bis zum Schluss ihre stark spielenden Konkurrentinnen auf Distanz und konnte mit einer fantastischen Bestleitung von 565 Kegel und einem Kegel Differenz sich mit ihrer Mannschaft den umjubelnden Meistertitel holen.

Spielverlauf U14 männlich:

Unsere männliche U14 Kreisauswahlmannschaft begann mit Luca Patrice Schiffner (SV Haida). Luca spielte sehr konzentriert und wuchs über sich hinaus. Mit persönlicher Bestleistung von 547 Kegel und einem vorübergehenden 2. Platz sorgte er für eine große Überraschung.

Im 2. Durchgang spielte der Brandenburg Meister Luca Hofmann (ESV Lok Falkenberg). In einem sehr durchwachsenen Spiel konnte Luca zwar in seinem Durchgang das drittbeste Ergebnis erzielen, aber man rutschte dennoch auf Platz 5 zurück.

Auch diese Platzierung wäre am Ende für unsere Mannschaft ein großer Erfolg. Marius Andres (ESV Lok Falkenberg), als dritter Spieler unserer Kreisauswahl, versuchte diese gute Platzierung zu festigen, was ihm mit 497 Kegel auch gelang.

Im Finaldurchgang mit Maximilian Senkel war man gespannt, ob diese gegenwärtig gute Platzierung vielleicht noch verbessern werden könnte. Maximilian kämpfte sich in Richtung 3. Platz langsam heran, doch trotz persönlicher Bestleistung von 520 Kegel, sollte es am Ende der 5. Platz bleiben. Das Gesamtergebnis von 2110 Kegel bedeutete für den KSKV EE neuer Mannschaftsrekord.   

AK U18 weibliche Kreisauswahl des KSKV EE belegt den 8. Platz

Am Samstag den 19.Mai 2018 begannen die Wettkämpfe für unsere U18 Spielerinnen. Die Startspielerin Laura Müller Deck (SV Lok Uebigau) hatte so ihre Mühe mit diesen ergiebigen Bahnen. Mit 518 Kegel waren 10 Spielerinnen besser in ihren Durchgang und unsere Mannschaft geriet somit frühzeitig in einer schwierigen Situation.

Im 2. Durchgang mit Ann Christin Krüger (Züllsdorf) lief es für den KSKV EE dann schon wesentlich besser.  Mit persönlicher Bestleistung von 543 Kegel beendete Christin ihren Durchgang als Drittbeste. Mit Roxanne Runzer (SV Lok Uebigau) sollte eine weitere Verbesserung der Platzierung eingeläutet werden. Mit anfänglichen Schwierigkeiten konnte sich Roxanne vor allem auf ihrer letzten Bahn nochmals steigern und kam als Fünftbeste ihres Durchganges von den Bahnen.

Vor dem letzten Durchgang mit Jasmin Mohr (ESV Lok Elsterwerda) lagen unsere Mädels auf den 8. Platz und zu den Medaillenrängen fehlten ca. 30 Kegel. Die Frage stand in den Raum, geht da noch was. Diese Frage war schnell beantwortet. Jasmin fand nicht wie gewohnt zu ihrem Spiel und verlor zusehend die führenden Mannschaften aus dem Auge. Mit am Ende 531 Kegel blieb man auf den 8. Platz.

Kreisjugendwart
KSKV Elbe Elster
Dieter Bäckta

 

Senftenberger Kegel-Talent feiert Finaleinzug bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der U14

Das Eigengewächs vom SV Senftenberg Erik Münchow feierte am vergangenen Wochenende seinen ganz großen Kegelerfolg. In der noch sehr jungen Karriere vom Erik werden diese Deutschen Einzelmeisterschaften einen großen Stellenwert behalten. Er behielt im Vorkampf die Nerven und konnte sich als 12. mit 515 Kegel für das Finale der Besten qualifizieren. Die Medaillen schienen fast unerreichbar, doch das war auch nicht das Ziel vom Erik. Er wollte guten Kegelsport zeigen und seine eigene Entwicklung der letzten Monate dem großen Kegelpublikum in München unter Beweis stellen. Und auch im Finale behielt er die Nerven, spielte konstant auf seinem Niveau und bestätigte mit 509 Kegel, zu großer Freude der Betreuer und mitgereisten Fans, seine Leistung vom Vortag.

Schon die Finalteilnahme stellt für Erik Münchow eine herausragende Leistung dar. Alle Kegler vom SV Senftenberg sind stolz auf den jungen Burschen. Weiter so und Gut Holz, Erik. Er reiht sich mit seinen Leistungen in die diesmal ganz lange Reihe der außerordentlich positiven Leistungen der Brandenburger Starter ein, die sogar mit Deutschen Meistertiteln und Deutschen Rekorden für die Brandenburger Farben gekrönt worden sind.

Jens Lehmann

 

Titel und Bronze gehen ins Elbe-Elster Land

Nach dem Erfolg der U14 Auswahl standen in München am Sonntag die Vorläufe der U14 und U18 Akteure auf dem Plan und da sollte es für dieEE-Vertreter sehr erfolgreich zugehen. Bei der weiblichen U14 nahmen nach dem Vorkampf drei Spielerinnen aus Brandenburg die ersten Plätze ein, wobei Marie-Luise Engelmann vom SV Zeischa mit 554 Kegel auf dem Bronzerang rangierte. Der Hammer kam dann aber bei der U14 männlich, als Luca Hofmann vom ESV Lok Falkenberg mit 600 Kegeln einen neuen Deutschen Rekord aufstellte und sich an die erste Stelle schob. Auch bei der U18 weiblich sah es für Brandenburg gut aus, alle drei Spielerinnen kamen ins Finale, wobei Roxanne Runzer vom SV Lok Uebigau mit 566 Kegeln auf Platz 8 rangierte und Jasmin Mohr vom ESV Lok Elsterwerda mit 574 Kegeln als Drittplatzierte ins Finale am Pfingstmontag einzog.

Hier erreichte Marie-Luise noch einmal 538 Kegel und wurde am Ende fünfte, Luca erzielte im Finale 541 Kegel und konnte sich mit dem Bronzerang belohnen. Diesen Platz verfehlte Roxanne mit 583 Kegel am Ende um ein ganzes Holz. Dieser vierte Platz ist um so höher zu bewerten, wenn man bedenkt das sie mit Ihren 1149 Gesamtkegeln nur 6 Kegel unter dem alten Deutschen Rekord lag, den im Vorjahr immerhin die zweimalige Weltmeisterin Bianca Zimmermann aufgestellt hatte. Aber es sollte noch besser für Elbe-Elster kommen, denn Jasmin spulte ihr Finale in beeindruckender Weise ab und erzielte hervorragende 607 Kegel, was in Ihrem letzten Spiel als U18 Akteurin den Deutschen Meistertitel zur Folge hatte. Gekrönt wurde das Ganze noch vom neuen Deutschen Rekord mit insgesamt 1181 Kegel.

Thomas Altmann

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