Zechiner Lok-Fluch fast entzaubert

Verbandsliga (Männer) - 18.Spieltag

Am 18. Spieltag der Verbandsliga 2017/18 war die SG Zechin zu Gast beim Tabellenneunten ESV Lok Elsterwerda II, bei denen die Oderbrucher noch nie einen nennenswerten Erfolg verbuchen konnten. Diesmal sah es endlich nach einem Durchbruch aus, da die Greens eine Führung nach dem zweiten Durchgang erzielten. Aber im letzten Durchgang gingen dann die Kräfte aus und die Bundesligareserve aus Elbe-Elster gewann mit 6:2 Mannschaftspunkten bei einem Stand von 3367:3286 Holz.

Zwar ersatzgeschwächt musste die SG Zechin das Match in Elsterwerda aufnehmen, aber die Aushilfe von Patrick Seidemann (Ersatz SG Zechin IV) zahlte sich aus. Souverän und konzentriert spielte er auf und leistete erfolgreiche Gegenwehr, um seinen Kontrahenten Günter Horn (528) schlussendlich mit 2,5:1,5 Satzpunkten zu besiegen. Hierbei erreichte Seidemann eine gute Leistung von 532 Holz. Der Anfang und die Überraschung waren damit perfekt gelungen. Währenddessen erring auch Steffen Paulus mit 558 Holz ein ansprechendes Resultat. Trotzdem musste er sich dreimal knapp geschlagen geben, so dass Lok-Akteur Rüdiger Werner (568) den ersten Zähler für sein Team gewann.  Damit lagen die Zechiner nur sechs Holz zurück.

Im zweiten Durchgang schickten die Hausherren ihren sogenannten "Kinderriegel" auf die Bahnanlage. Gemeint sind die U23-Spieler Justin Lorenz (548) und Hannes Meske (564). Dagegen stemmten sich Kapitän Robert Lehmpfuhl (567) sowie Karsten Glatzer (557). Im Duell zwischen Lorenz und Lehmpfuhl erwischte das junge Talent den besseren Start und setzte Zechins Kapitän schon früh mit 2:0 Satzpunkten unter Druck. Aber dann der Befreiungsschlag! Mit hervorragenden 163 Holz leitete Lehmpfuhl die Duellwende und heimste auch den zweiten Punkt auf der folgenden Bahn ein, so dass ein weiterer Zähler für die Gesamtrechnung hinzukam. Indes lief es im Match der zwei Meter Hünen genau spiegelverkehrt. Glatzer startete formidabel und ließ eindrucksvolle 303 Kegel nach zwei erspielten Bahnen an der Anzeigetafel aufblinken, so dass Meske einen 2:0 Rückstand hinnehmen musste. Nun folgte Meskes Konter, der 151 Holz zum Anschluss erkämpfte. Auf der letzten Bahn sollte es dann auch noch zum Duellsieg reichen, der erneut einen Ausgleich in Sachen Mannschafspunkte bedeutete. Nichtsdestotrotz führten die Greens mit mageren sechs Kegel.

Spätestens jetzt merkten auch die Hausherren, dass sich beide Teams auf Augenhöhe begegneten. Der ESV stand unter Zugzwang, wusste aber diesen im letzten Durchgang entsprechend zu verwerten. Auf höchsten Niveau agierte Paul Meyer, der super starke 601 Holz erreichte. Zechins Marco Specht (550) versuchte sein Bestes und konnte anfangs noch mithalten (163:160). Dennoch war Meyer an diesem Tag nicht zu stoppen. Leider sollte es aber nicht der Tag von Karsten Trabs (522) werden, der sich doch mit der sehr ergiebigen Kegelbahn schwer tat. So musste er Klaus Ziesche (558) ziehen lassen und die Oderbrucher gingen im Entscheidungsdurchgang leer aus. Damit geht es wieder zurück auf den siebten Tabellenplatz. Nach der einwöchigen Ligapause führt es die Oderbrucher dann zum SV Senftenberg, der zurzeit die Tabellenspitze belegt. 

Karsten Glatzer