Zechin mit Unentschieden in Beyern

Verbandsliga (Männer) - 9.Spieltag

Am neunten Spieltag der Verbandsliga 2017/18 führte es die SG Zechin zum Tabellendritten aus dem Elbe-Elster Kreis. Der Bundesligaabsteiger SV "Frieden" Beyern e.V. wies bis dato eine unschlagbare Bilanz auf heimischer Kulisse vor, die auch die Greens nicht beenden konnten. Dennoch gestaltete sich der Auswärtstrip als sehr erfolgreich, da die Oderbrucher in der Lage waren, der Heimmannschaft einen Tabellenpunkt zu entreißen. Nach einer Nervenschlacht für Leib und Seele errungen die Zechiner ein 4:4 Unentschieden bei einem Stand von 3106:3073 Holz, so dass sich die Partie von vor zwei Jahren wiederholte. Erneut gewann man vier von sechs Duellen, jedoch behielten die Hausherren in Sachen Gesamtholz die Oberhand und sicherten sich die zwei Extrapunkte für das Remis.

Im ersten Abschnitt präsentierten sich die Oderbrucher mit ihrem Startduo aus Karsten Glatzer (527) und Karsten Trabs (521) souverän und geschlossen. Glatzer nahm es mit Frank Beier (492) auf, der vor der letzten Bahn mit 2:1 Satzpunkten in Führung lag. Dem Zechiner gelang der Ausgleich und sicherte sich den ersten Zähler aufgrund des höheren Ergebnisses. Indes hielt Trabs gegen Thomas Will (568) auf den ersten beiden Bahnen gut dagegen, so dass das Duell mit 1:1 Satzpunkten offen war. Erst nach dem Seitenwechsel zog Will davon, da er mit den nächsten zwei Bahnen von insgesamt 305 Kegel groß aufspielte. Somit hatte jedes Team jeweils einen Mannschaftspunkt ergattert, aber das Holzplus von 12 Kegel stand zugunsten der Hausherren.

In der Mittelachse wurden sich wieder die Zähler geteilt und Beyerns Holzvorsprung wuchs weiter an, da sie sich auf ihren Schlüsselspieler Michael Müller (540) verlassen konnten. Er leistete sich lediglich im letzten Satz einige Ungenauigkeiten, die der Zechiner Steffen Paulus (508) ausnutzte, um das Defizit etwas zu verringern. Währenddessen lieferten sich die Kapitäne Markus Strobach (489) und Robert Lehmpfuhl (501) einen engen Schlagabtausch, den am Ende Lehmpfuhl für sich entschied. Trotzdem haderte der Zechiner mit seiner Leistung, da er wusste, dass sich hier die Chance offenbarte, den Holzrückstand aufzuholen.

Im alles entscheidenden letzten Durchgang standen die Greens gehörig unter Druck, da sie die Duelle zwingend gewinnen mussten. Ansonsten wäre die Partie verloren gewesen. Der Start gelang den Greens Thomas Buchholz (240) und Marco Specht (487) besser und holten sich dadurch die ersten Satzpunkte. Aber dann glichen die Heimakteure Swen Thron (535) und Niels Müller (482) aus. Für Buchholz war das Spiel nach der zweiten Bahn beendet, da er nicht mehr zum gewohnten Rhythmus fand. Er setzte sein Vertrauen in den eingewechselten Andy Seidemann (289), der sich als Trumpfkarte entpuppte. Bereits mit der ersten Kugel spielte er konzentriert und ging gegen Thron mit 2:1 in Führung. Mit seiner letzten Bahn von fantastischen 159 Holz zog er ihn endgültig den Zahn und heimste sich einen hart umkämpften dritten Teamzähler ein. Die Kombination aus Buchholz / Seidemann erzielte den Tagesbestwert der Oderbrucher mit insgesamt 529 Holz. Indes waren nun die Augen auf Specht gerichtet, da auch dessen Punkt von extremer Notwendigkeit war. Die dritte Bahn ging deutlich verloren und alles hing an dem letzten Satz. Sowohl Zuschauer und Aktive verfolgten jeden Wurf mit einer hohen Aufmerksamkeit. Nach dem Specht die besseren Anwürfe in den Räumern gelangen und er Müller dadurch überholte, platzten die Jubelrufe der Oderbrucher aus allen Nähten! Beide Duelle waren gewonnen und das Remis war perfekt. Ein toller Erfolg gegen einen starken Gegner auf einer anspruchsvollen Bahnanlage.

Karsten Glatzer